Wir waren beim Freitauch-Camp des Vereins Unterwasserwelten am Apostelsee bei Ettenheim zu Gast und haben mit den zehn Teilnehmenden über die Ökologie heimischer Seen gesprochen – über den Zustand der Unterwasserpflanzenwelt, aktuelle Gefährdungen und mögliche Schutzmaßnahmen.
Pflanzenproben als Einstieg ins Ökosystem
Der SWR hat das Camp begleitet und berichtet, wie die Teilnehmenden neben den Grundzügen des Freitauchens auch lernen, anhand von Pflanzen und Wassertemperatur Rückschlüsse auf den Zustand eines Sees zu ziehen. Mit Zip-Beuteln sammelten sie beim Abtauchen Pflanzenproben, die anschließend am Ufer gemeinsam mit uns als NABU-Experten besprochen wurden.
Für uns steht dabei das Verständnis für die Lebenszusammenhänge im See im Vordergrund: Nur wer weiß, was im Gewässer lebt, kann es auch schützen. Ein wärmerer See bedeutet weniger Sauerstoff und in der Folge weniger Leben – solche Veränderungen lassen sich am ehesten erkennen, wenn man ein Gefühl für den Normalzustand eines Ökosystems entwickelt hat.
Hobbytaucher als Frühwarnsystem
Genau hier setzt die Idee hinter unserem Projekt „Tauchen für den Naturschutz“ an: Ehrenamtliche Taucherinnen und Taucher können Veränderungen unter der Wasseroberfläche oft als Erste bemerken, lange bevor sie von Land aus sichtbar werden. Werden sie dafür sensibilisiert, wird aus dem Hobby ein echtes Frühwarnsystem für unsere Seen – und Naturschützer können frühzeitig eingreifen.
Der ganze Beitrag mit Video: „Einfach abtauchen“ – Freitauchen in heimischen Seen (SWR Aktuell)